Mein Seti@home-Projekt

Als Sci-Fi-Fan bin ich von dem Seti-Projekt restlos begeistert und mein Rechner natürlich auch....................:-)

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Um ein technisch erzeugtes Signal eindeutig vor dem Hintergrundrauschen abzuheben, müssen die Sender entweder eine gewisse Zeit lang in engen Frequzenzbändern funken oder kurze, energierreiche Pulse senden. Für die erste Strategie sind Radiowellen am besten geeignet, für die zweite Laserstralen im infraroten und sichtbaren Licht. Die Seti-Projekte suche vor allem im Kosmischen Wasserloch nach Radiosignalen. Denn dieser Frequzenzbereich zwischen den Emissionslinien von atomaren Wasserstoff H und dem Hydroxyl-Radikal OH - 1.42 bis 1.64 Gigahertz - wird von den Forschen als besonders aussichtsreich beeurteilt. Die Begründung für dieses Frequenzband ist die Annahme, das für Leben wie wir es kennen, Wasser zwingend notwendig ist, und daher bevorzugt genutzt wird.
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Da das Linux-Programm für das abarbeiten der Units durch seine Konsolenfähigkeit nicht gerade eine
grafische Augenweide ist hab ich mir TK-Seti installiert und damit wird einiges an Daten und der
Fortschritt der Units sichtbar. (incl. einer Sternenkarte)

In dem Windowsprogramm wird das Unit im Bildschirmschonermodus abgearbeitet, diese Funktion gibt es unter Linux nicht.
Zum Glück muß ich inzwischen sagen, denn der Zeitrahmen in dem das Programm arbeitet ist damit wesentlich länger
geworden als unter dem Linux-Programm. (Bei meinem Rechner braucht das Programm unter Windows 98 knapp 177 Stunden,
unter Linux benötigt der gleiche Rechner knapp 24 Stunden für diese Arbeit...................

Der Bildschirm bei mir sieht zur Zeit ungefähr so aus:
Meine Unit-Statistik bei Seti sieht so
aus !




Grundlage für jede rationale Diskussion ist eine Gleichung, die der amerikanische Radioastronom Frank Drake 1961 formuliert hat, der ein Jahr zuvor erstmals mit einem Radioteleskop in Green Bank, West Virginia, nach Botschaften von anderen Planetensystemen suchte. Er wollte abschätzen wie groß - oder wie klein - sein Erfolgsaussichten sind. Die Drake-Formel lautet:

N = S * Ap * Aö * Al * Ai * At * L

Dabei bedeuten:

N = Zahl der Zivilisationen mit denen wir in Funkkontakt treten können
S = Zahl der neu entstehenden Sternen in der Galaxis pro Jahr
Ap = Anteil der Sterne mit Planetensystemen
Aö = Anteil der Planeten pro System, die Leben tragen können
Al = Anteil der tatsächlich belebten unter diesen Planeten
Ai = Anteil der Planeten mit intelligenten Lebensformen
At = Anteil der Zivilisationen mit technischen Fähigkeiten
L = Faktor für deren mittlere Lebensdauer

Die Formel hat einen Flaschenhals-Effekt: Je kleiner irgendein Wert ist - mit Ausnahme von Ap, - da auch mehr als ein Planet eines Sternes Leben hervorbringen könnte -, desto ungünstiger fällt das Gesamtergebnis aus.

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Der grösste Supercomputer der Erde ist über den ganzen Globus verteilt. Rund um die Uhr durchforsten Hunderttausende von PC'S Radiosignale aus dem All nach Grußbotschaften von außerirdischen Zivilisationen - und zwar immer dann, wenn der PC nicht mit anderen Sachen beschäftigt ist - . Auch Nichtstum kann also produktiv sein.
Die Idee, mit ungenutzte Computerressourcen anderswo dringend benötigte Rechnenzeit bereitzustellen, hatte 1994 der Informatiker David Gedye aus Seattle. Denn für die Analsye der Radiotdaten des SETI-Projektes SERENDIP besaßen David P. Anderson und Dan Werthimer von der University of California in Berkeley einfach nicht genug Rechenpower.
Das Prozedere ist denkbar einfach: Man lasse sich auf der Homepage setiathome.ssl.berkeley.edu registrieren und lade ein ca 790 Kilobyte großes Programm herunter, das sich problemlos installieren läßt. Ebenfalls über das Internet erhält man dann eine 350 Kilobyte große Arbeitseinheit, die der Computer nach artifziellen Signalen durchsucht - dabei kann man sogar zuschauen. Diese Analyse dauert je nach Rechnerleistung insgesamt 15 bis 100 Stunden. Dabei entspricht jede Arbeitseinheit nur 107 Sekunden Messdaten des Arecibo-Observatoriums und einer Bandbreite von rund 10 Kilohertz. Das Datenpaket stammt von einem Himmelsareal so groß wie ein Reiskorn, betrachtet bei ausgestrekter Armlänge.
Eine Woche nach dem Start von
SETI@home am 17. Mai 1999 hatten sich bereits 250 000 Benutzer registrieren lassen. Mit ihrer Kapazität konnten 600 Jahre Auswertungszeit eingespart werden. Ende 2001 waren es schon fast 3,5 Millionen User, die rund 400 Millionen Arbeitseinheiten erhielten (einschl. vieler Sicherheits-Duplikate). Damit ist SETI-at-home das größte verteilte Rechnernetz, das es jemal gab.
Das Projekt analysiert ein 2,5 Megahertz enges Segment von SERENDIP's 100 Megahertz breitem Empfangsband. SETI-at-home ermöglicht eine 10-mal empfindlichere Analyse der Radiodaten. Damit könne 30-mal mehr Sterne nach Botschaften abgesucht werden. Außerdem läßt sich so noch eine Signalverschiebung von 50 Hertz erkennen, wie sie durch die Bewegung des Teleskops mit der Erdrotation und vermutlich auch durch die Bewegung des Senders verursacht wird.
Der Nachteil von SETI ist, dass alles davon abhängt, ob ET wirklich bei den durchsuchten 21 Zentimeter Wellenlänge seine Grüße verschickt. Außerdem können verdächtige Signale erst Monate später erneut untersucht werden, weil das Arecibo-Teleskop unbeweglich in einem Talkessel von Puerto Rico ruht und warten muss, bis die Erfolg versprechenden Himmelsregionen bedingt durch die Erdrotation wieder ins Blickfeld kommen, und weil die Aufbereitung der Daten, die Verteilung an die User und die Analyse ebenfalls Zeit beansprucht.
Doch wer weiß..................
© bild der wissenschaft 2/2002
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